Presseerklärung

Die Broschüre, „Es geht um Leben!

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Broschüre ´Es geht um Leben!´
  •  Zunehmende radioaktive Verseuchung des Trinkwassers, der Nahrungskette und der Luft durch den Betrieb von Atomanlagen (sog. friedliche Atomkraftwerke und militärische Einrichtungen) und Wiederaufarbeitungsanlagen
  • Möglicher radioaktiver Treibhauseffekt durch Krypton 85, freigesetzt durch Wiederaufarbeitungsanlagen
  • Neue Strahlenschutzverordnung erlaubt die nahezu unbegrenzte Freisetzung radioaktiver Abfälle in alle Lebensbereiche


Wird von der bundesweiten Initiative für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie, ContrAtom, dem IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) und unter Mitwirkung des Strahlentelex Berlin herausgegeben.
Diese Broschüre hat zum Ziel, vor allem Entscheidungsträger in Wirtschaft, Justiz, Politik, in der Ärzteschaft sowie in den Kirchen dazu anzuregen, sich unverzüglich für eine Verbesserung der neuen Strahlenschutzverordnung und für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen. Wir sehen dies als wichtige Voraussetzung dafür, dass die Lebensgrundlagen erhalten bleiben und die Gesundheit von uns allen nicht unwiderruflich Schaden nimmt. Selbstverständlich sollen die Medien in großem Umfang beteiligt werden.
Unser Appell richtet sich aber auch an jede Bürgerin und jeden Bürger, um darauf aufmerksam zu machen, dass es Möglichkeiten gibt, die radioaktive Verseuchung der Umwelt zu verhindern, zum Beispiel durch den Wechsel zu ökologischen Stromanbietern, durch schriftliche Kontaktaufnahme mit Entscheidungsträgern u.a.m. In der Broschüre weisen besonders dafür gekennzeichnete Seiten auf Handlungsmöglichkeiten hin.

Die neue Strahlenschutzverordnung, am 1. August 2001 in Kraft getreten, erlaubt sowohl die preisgünstige Entsorgung großer Mengen von Atommüll auf Hausmülldeponien als auch eine Weiterverwertung von Atommüll zu Baumaterialien und verschiedensten Gegenständen des täglichen Bedarfs. Ernste gesundheitliche Gefahren gehen auch von der mengenmäßig nicht begrenzten Freisetzung von radioaktivem Tritium in die Umwelt aus. Tritium kommt in der Natur mit nur 0,5 Becquerel pro Liter Wasser vor. Aus einem Kernkraftwerk darf Wasser mit 1.000.000 Becquerel Tritium pro Liter ohne jede Kontrolle in nahezu unbegrenzter Menge in die Umwelt entlassen werden. Tritiumhaltiges Wasser außerhalb von Atomanlagen fällt – egal, woher es stammt – erst dann in den Regelungsbereich der Strahlenschutzverordnung, wenn mehr als 1.000.000 Becquerel Tritium in einem Liter Wasser enthalten sind. Am ersten Dezember 2003 sind bereits 100 Becquerel Tritium pro Liter Trinkwasser erlaubt. (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2001, Teil I, Nr. 24, am 28. Mai 2001, §7 Anlage 3)

Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, rechnet mit zigtausend Toten, wenn die neue Strahlenschutzverordnung so bleibt, wie sie ist. Wir haben in dieser Broschüre kritische Stellungnahmen verschiedener Umweltverbände zur neuen Strahlenschutzverordnung aufgenommen.
Diese Broschüre ist bereits im Internet unter folgender Adresse: http://www.sofortiger-atomausstieg.info  für jede und jeden zum Ausdrucken und Vervielfältigen gratis erhältlich und kann in Form gehefteter Blätter in Berlin ab sofort für 5 € bei der Hauptgeschäftstelle des IPPNW, Herrn E. Feige, bestellt werden, (Tel.: 030-69807411 oder eMail: feige@ippnw.de)

Initiative für den
sofortigen Ausstieg
aus der Atomenergie
c/o Helga Linsler
Am Fuchsbau 12
D-29331 Lachendorf
Tel.: 05145 / 939332 
IPPNW Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte
für die Verhütung des Atomkrieges,
Ärzte in soz. Verantwortung e.V.
D-10967 Berlin, Körtestr. 10
Tel.: 6980740
eMail: ippnw@ippnw.de
ContrAtom Buchholz
c/o Jan Becker
Bgm.-Becker-Str. 11
D-21244 Buchholz
Tel.: 040 - 414 533 52
eMail: contratom@gmx.de

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Aktualisierung dieser Seite am: 24.11.2003